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Woher die Akten kamen, interessierte die Bundesanwaltschaft nicht.

Portrait von Otto Heusser aus dem Buch «Schnüffelstaat Schweiz»

Portrait von Otto Heusser aus dem Buch «Schnüffelstaat Schweiz»

Als der Mitgründer des Schweizerischen Vaterländischen Verbands und damalige Polizeiinspektor der Stadt Zürich Otto Heusser im Jahre 1928 von der neu gewählten „roten“ Regierung entlassen wurde, liess er kurzerhand Akten, die er der neuen Linken Regierung nicht anvertrauen wollte, durch einen Untergebenen entwenden und zuerst zu sich nach Hause, später in ein Archiv der Bundesanwaltschaft in Bern transportieren. Offenbar interessierte die Bundesanwaltschaft nicht woher die Akten stammten, und hat diese „dankbar“ angenommen, wie Florian Condrau im Kapitel „Die Heusser-Saga“ aus dem Buch «Schnüffelstaat Schweiz» schreibt.

Die Geschichte über die Herren Heusser, Wintsch und den Schweizerischen Vaterländischen Verband hat zwar mit unserer Zeit nicht mehr viel zu tun und vieles was damals geschah muss man wie immer auch unter Berücksichtigung des damaligen Zeitgeistes würdigen. Was sich aber schon auch auf heute Übertragen lässt ist der Umstand, dass geheime Tätigkeiten von Behörden immer problematisch sind. Staatsschützer, ob selbsternannte oder offiziell eingesetzte, handeln meistens nach ihrem besten Wissen und Gewissen. Sie sind davon überzeugt, das Richtige zu tun. Das Problem dabei ist aber, dass sie falsch liegen könnten und dass ihnen das niemand sagen kann, weil sie ja im „geheimen“ unter Ihresgleichen operieren.

 

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