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Was sind gute Bücher?

Die Antwort auf diese Frage hat aus Sicht des Buchhändlers und Verlegers Johann Adam Bergk mindestens zwei Aspekte. Einerseits einen inhaltlichen und andererseits einen finanziellen. So hat er 1825 in seinem Werk «Der Buchhändler – oder Anweisung, wie man durch den Buchhandel zu Ansehen und Vermögen kommen kann» festgestellt:

„Gut sind diejenigen, welche die Aufklärung, die Wissenschaften, die Künste und das Wohl der Menschen befördern und schnellen und reichlichen Absatz finden.“

Das gute Buch soll also das Wohl der Menschen im Allgemeinen und den Wohlstand der Büchermacher (Autoren, Verlegerinnen, Buchhändler, usw.) im Speziellen befördern. Das ist eigentlich eine klare Ansage und eine durchwegs sinnvolle Haltung. Es bedeutet allerdings, dass wohl die meisten Bücher, die auf dem Markt sind, schlecht sein müssen. Es gäbe zwar viele, die zwar das Wohl der Menschen befördern könnten, aber kaum ‚reichlichen‘ Absatz finden und natürlich gibt es unzählige erfolgreiche Werke, deren positiver Einfluss auf das Wohl der Menschen zumindest in Frage gestellt werden darf.

Mein lieber Johann, wir sollten etwas bescheidenere Ansprüche formulieren. Wie wäre es mit: „Gut sind diejenigen Bücher, welche online verfügbar sind“. Das sagt zwar nichts über inhaltliche Qualität und Geldwert aus, aber Online-Bücher können wenigstens jederzeit entdeckt und gelesen werden. Und dies wiederum ist gut für alle Bücher, auch für die, die das Wohl der Menschen befördern.

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