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Solange Reichtum und Macht gleichmässiger verteilt werden…

Skizze des Panopticons von Jeremy Bentham. (Quelle: Wikimedia Commons)

Skizze des Panopticons von Jeremy Bentham. (Quelle: Wikimedia Commons)

Konsequentialismus ist für viele Staatsbürger unserer Zeit eine Haltung, die einzunehmen oft vielversprechend zu sein scheint. Insbesondere wenn es um die Beurteilung von politischen Systemen geht, gibt man sich gerne mit der Feststellung zufrieden, dass die realen sozialen Folgen des analysierten Systems ja die gewünschten seien. Darauf weisst auch Colin Crouch in seinem Vorwort zum Werk „Postdemokratie“ hin, wenn er sagt:

„Aus der Perspektive der Egalitaristen könnte man behaupten, daß es nicht darauf ankommt, ob eine Regierung die demokratischen Verfahren manipuliert, solange sie den Reichtum und die Macht in der Gesellschaft gleichmässiger verteilt.“ (Colin Crouch, Postdemokratie, 2008, S. 13)

Das Problem an solchen konsequentialistischen Haltungen ist, dass sie den Menschen nicht als Subjekt, als Individuum mit einem eigenen Bewusstsein und eigenem Willen betrachtet, sondern als Objekt in einem System. Auch dort wo politische Führungskräfte eigentlich das „Gute“ im Sinne haben, wird durch diese Objektivierung des Einzelnen oft die Menschenwürde mit Füssen getreten.

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