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Hühnerfarmen und der Wandel der Welt

Bevor die Menschen mit aller verfügbaren mechanischen Gewalt den Himmel über der Erde unsicher machten, garantierte die USA den Landbesitzern ihre Eigentumsrechte nicht nur am Boden, sondern auch am Himmel über dem eigenen Land. Erst als die Farmer Thomas Lee und Tinie Causby dieses Recht in den 1940er Jahren durchsetzen wollten, weil ihre Hühner jeweils vor lauter Schreck den Kopf verloren, wenn die Flieger des US-Militärs über ihr Gelände tosten, wurde klar, dass die Welt sich geändert hat und die Fliegerei unmöglich wäre, würde man diese Rechtsauffassung weiterhin vertreten.

Lawrence Lessig erzählt die Geschichte der Causby-Brüder in der Einführung des Buches «Freie Kultur», weil sie illustriert, dass sich Gesetze ändern müssen, wenn sich die Umwelt verändert hat.

Die Causbys konnten sich auf ihre Farmen stellen, tote Hühner in der Hand, und ihre Fäuste gegen diese neumodischen Techniken schwingen, so viel sie auch wollten. Sie konnten ihre Volksvertreter anrufen oder eine Klage einreichen. Aber zuletzt musste die Kraft dessen, was allen anderen ”offensichtlich“ schien, die Kraft des ”gesunden Menschenverstandes“ obsiegen. Gegen einen offensichtlichen Gemeinnutz hatte ihr ”Privatinteresse“ keine Chance.

Blogbeitrag zu
Freie Kultur
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