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«Freie Kultur ist nicht eine Kultur ohne Eigentum»

Ein weiteres grosses Missverständnis in der Debatte um die Zukunft des Urheberrechtes liegt in der Annahme, dass Befürworter eines offenen und freien Zugangs zu Kulturgütern gleichzeitig das Konzept des Eigentums grundsätzlich ablehnen müssen.

Lawrence Lessig schreibt im Vorwort des Buches «Freie Kultur» dazu:

Freie Kultur ist nicht eine Kultur ohne Eigentum, nicht eine Kultur, in der Künstler nicht bezahlt werden. Eine Kultur ohne Eigentum oder eine, in der Künstler nicht bezahlt werden können, ist anarchisch, nicht frei. Ich trete hier nicht für Anarchie ein.
Vielmehr handelt es sich bei der freien Kultur, die ich in diesem Buch verteidige, um ein Gleichgewicht zwischen Anarchie und Kontrolle. Eine freie Kultur ist, genauso wie ein freier Markt, mit Eigentum gefüllt. Sie ist voll von staatlich durchgesetzten Eigentums- und Vertragsregeln. Aber genauso wie ein freier Markt in dem Moment ins Gegenteil verkehrt wird, wo sein Eigentum feudale Züge annimmt, kann auch eine freie Kultur durch extremistische Übertreibung der sie konstituierenden Eigentumsrechte aus der Bahn geworfen werden. Dieser Gefahr sehe ich unsere Kultur heute ausgesetzt. Dieser Extremismus ist es, dem dieses Buch begegnen will.

Blogbeitrag zu
Freie Kultur
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«Das Thema dieses Buchs ist also das Urheberrecht und der Miss­brauch, der heute mit ihm getrieben wird.»
Neuerscheinung: Erster Entwurf eines Versuchs über den Zusammenstoss des Urheberrechts mit dem Internet
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Neun Thesen zur Remix-Kultur
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